Wildlife

10 Fakten über den Afrikanischen Wildhund

By 19. Oktober 2018 Juli 6th, 2019 One Comment
Afrikanische Wildhunde - Linyanti Game Reserve - Botswana

Afrikanischer Wildhund (Lycaon pictus)

Der Afrikanische Wildhund steht auf der roten Liste der IUCN und ist als endangered, decresing population gekennzeichnet.
Neben der generellen Dezimierung des Lebensraum von Wildtieren durch den Menschen, ist die Jagdtaktik der Wildhunde ein weiterer Grund für das Abnehmen der Population. Wildhunde jagen im Rudel und durchstreifen dabei riesige Gebiete. Dieses Verhalten wird ihnen oftmals zum Verhängnis, da sie auf ihren ausgedehnten Streifzügen die Schutzgebiete verlassen und in der Nähe von menschlichen Siedlungen gelangen. Hier enstehen oftmals Konflikte oder sie infizieren sich bei kranken Haushunden mit z. B.: Tollwut.
Zum Glück gibt es heute wirksame Schutzprojekte um den Bestand dieser wundervollen Tiere auch weiterhin zu sichern.

Erstaunliche Fakten über Afrikas „Hyänenhund“

  • Die Fellzeichnung eines jeden Afrikanischen Wildhundes ist unterschiedlich. Es gibt keine zwei Individuen die genau gleich aussehen.
  • Das Wildhundefell ist kurz und besitzt keine Unterwolle. Bei älteren Tieren ist es manchmal so spärlich, dass an einigen Stellen die nackte, schwarze Haut durchscheint.
  • Sobald Wildhunde ihre Geschlechtsreife erreichen, verlassen die Weibchen das Rudel, um neue Fortpflanzungsmöglichkeiten zu suchen. Die männlichen Tiere bleiben zurück und bilden ein neues Rudel mit anderen Weibchen.
  • In der Regel paart sich nur das Alpha-Pärchen und pflanzt sich fort. Die restlichen geschlechtsreifen Tiere des Rudels haben einen veränderten Hormonhaushalt, der meist zu einer zeitlich begrenzten Unfruchtbarkeit führt. Dieser Zustand hält bis zu einer Änderung im Sozialgefüge an.
  • Bereits vor der Paarung wird ein unterirdischer Bau für die Welpen hergerichtet.
  • Sobald beim trächtigen Weibchen die Geburtsvorbereitungen beginnen, reduziert das Rudel seine Aktivitäten auf den Umkreis des Geburtsbaus.
  • Welpen, die alt genug sind um feste Nahrung aufzunehmen, wird der Vortritt an der erlegten Beute gewährt. Auch alte und kranke Tiere erhalten bevorzugt ihren Anteil.
  • Wildhunde führen ein nomadisches Leben und haben kein festes Territorium. Deshalb markieren sie auch nicht wie andere Hunde ihr Revier.
  • Afrikanische Wildhunde haben ein spezielles Gebiss, welches ihnen das schnelle Zerkleinern ihrer Beute ermöglicht. So verringert sich die Gefahr, dass ihre Mahlzeit von anderen Raubtieren gestohlen wird.
  • Der Afrikanische Wildhund ist eine der am stärksten bedrohten Tierarten des Kontinents. Der geschätzte Bestand liegt zwischen 3000 und 5000 Tieren. Die Tendenz ist leider abnehmend.

Steckbrief

  • Körperlänge:  75 – 100 cm
  • Gewicht:  15 – 30 kg
  • Lebenserwartung:  bis zu 12 Jahre
  • Verbreitung:  Afrika südlich der Sahara, mit Ausnahme der bewaldeten Gebiete
  • Lebensraum:  Savanne
  • Artbestand:  stark gefährdet (Rote Liste IUCN)

 Systematik

  • Klasse:  Säugetiere
  • Ordnung:  Raubtiere
  • Familie:  Hunde
  • Gattung:  Lycaon (Hyänenhunde)
  • Art:  Afrikanischer Wildhund (Lycaon pictus)

Join the discussion One Comment

  • Hallo Dietmar,
    sehr schöne Bilder und interessante und informative Beschreibung! Darf ich noch eine Ergänzung einfügen?
    Wildhunde sind Langstrecken- und Dauerläufer. 9 von 10 Jagden sind erfolgreich. Das ist die höchste Quote bei Raubtieren. Wildhunde beobachten die Herde der potenziellen Beute genau und jagen sie nur, wenn sie ein schwaches Tier darunter sichten. Das wird gehetzt, wobei sich die Hunde abwechseln. Ein Hund, der müde wird, lässt sich zurückfallen und generiert seine Kräfte innert sehr kurzer Zeit, so dass er weiter mithalten kann.

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