Fototipps

Grundlagen der Wildlife-Fotografie – Tipp 2

By 25. Februar 2017 Mai 2nd, 2019 No Comments
Safari-Szene

Kameraunterstützung: Stativ – Bohnensack – Freihand

Die Art der Kameraunterstützung im Safarifahrzeug ist ein viel diskutiertes Thema… Dreibeinstativ, Einbeinstativ, Bohnensack oder besser Freihand fotografieren… Optionen gibt es viele.
Doch welche Option ist auf einer Safari wirklich sinvoll und welche eher kontraproduktiv?

Um die Frage beantworten zu können sehen wir uns einfach mal ein typisches Safarifahrzeug an (siehe Bild 1).
Platz für 9 Gäste (Fotografen) und offene Bauweise für einen guten Rundumblick. Wieviele Gäste während des Game – Drives tatsächlich im Fahrzeug sitzen werden, ist im Vorfeld meistens nicht bekannt. Es könnten alle Sitzplätze belegt sein oder ihr seid nur zu zweit unterwegs… die tatsächliche Belegung wird vom Safaribetreiber vor Ort entschieden und hängt von der Anzahl der Gäste und von den verfügbaren Fahrzeugen ab.

Unabhängig von der Belegung hat für mich die Flexibilität beim Fotografieren, besonders die Möglichkeit den Blickwinkel optimal wählen zu können, oberste Priorität. Ich empfinde die Benutzung von Stativen (Einbei- oder Dreiben-Stativ) im Fahrzeug als extrem unflexibel. Jahrelang hatte ich immer ein Einbeinstativ mit auf Safari. Da ich es, bis auf einige wenige Tests, nie benutzt habe, bleibt es mittlerweile zuhause und ich fotografiere überwiegend freihand.

Safari-Fahrzeug

Bild 1
Beispiel eines offenen Safari – Fahrzeugs

Safari-Szene

Bild 2
Typische Safari – Situation

Bild 2 zeigt eine typische Safari – Situation im Nxai Pan Nationalpark, Botswana.
Ein Löwe nähert sich von rechts dem Fahrzeug… alle Insassen incl. Kameras drehen sich ebenfalls nach rechts. Wenn ihr glücklicherweise auf der rechten Seite sitzt, habt ihr mit einem Einbeinstativ (steht vor euch im Fußraum) keine ausreichende Bewegungsfreiheit um schnell hinter den Sucher eurer Kamera zu kommen. Der Fußraum ist knapp bemessen… ganz Schlaue stellen ihr Einbeinstativ auch zwischen ihre Beine auf den Sitz. Das verbessert die Flexibilität aber nicht wirklich.
Während du noch die richtige Position suchst, siehst du im linken Augenwinkel, wie sich das 600mm Objektiv deines Sitznachbarn an dir vorbei schiebt und die ersten 30 Fotos schon auf seiner Speicherkarte sind.
Der Löwe kommt näher… der Blickwinkel änder sich… perfekte Entfernung für ein Portrait… doch die Kamera des Vordermannes ist im Weg… schnell das Stativ verrücken… jetzt hat der Löwe das Fahrzeug passiert und wechselt auf die linke Seite… wird er sich nocheinmal umdrehen? Er dreht sich tatsächlich noch einmal für einem kurzen Moment um und schaut direkt in die Kamera… was du leider nicht mitbekommst, weil du dich mit deiner Kamera ein gutes Stück über die Rückenlehne deines Vordermannes lehnen müsstest, um die Szene zu sehen… das geht aber leider nicht so schnell… mit Stativ.

Die Situation ist natürlich übertrieben dargestellt, aber sie zeigt die grundsätzliche Problematik bei der Verwendung eines Stativs… geringe Flexibilität.
Ein Stativ zur Kameraunterstützung macht vielleicht Sinn, wenn man privat unterwegs ist… und auch dann nur, wenn man für lägere Zeit z. B.: darauf wartet, dass ein Leopard seinen Schlafbaum verläßt oder ähnliche Situationen.
Selbst wenn ich mit meiner Partnerin privat unterwegs bin, arbeiten wir beide Freihand oder mit einem Bohnensack als Unterstützung. Auch wenn in einem „private car“ deutlich mehr Platz ist, so kommt es auch hier darauf an,  dieses mehr an Platz situationsbedingt und sekundenschnell zu nutzen, um den optimalen Blickwinkel zu erreichen.

Meine persönliche Empfehlung:
Arbeitet intensiv an einer soliden Freihand-Technik und nutzt die vorhandenen Räume im Fahrzeug geschickt aus, um den Blickwinkel auf euer Motiv zu optimieren. Euer Guide wird bestrebt sein, das Fahrzeug in eine möglichst gute Position zu bringen.
Der Rest liegt in eurer Verantwortung… ich drücke euch die Daumen für eure nächste (erste) Safari.

Beanbag Nutzung auf Safari

Bohnensack / beanbag zur Kameraunterstützung

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